Asur Allround Abbeizer, Scheidel

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„Der Allrounder“ Anwendung: Außen- und Innenbereiche, Holz, Metall, Stuck, mineralische Untergründe. Einsatzbereich: 1K-Lacke, Ölfarben, Lasuren, Dispersionsfarben, Kunststoffputze, Latexfarben, Kleber, PU-Schaum, Glasfasertapete, Wachse uvm.

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Artikelnummer: S290420221235 Kategorie:

Asur Allround Abbeizer, Scheidel

Anwendung
Asur Entlacker löst und entfernt 1K-Lacke, Kunstharzlacke, Lasuren, Mattierungen, Polituren, Nitro-Spiritus-Lacke, Bierlacke, Ölfarben, Dispersions- und Latexfarben, elastische Bautenfarben, Acrylate, Kunststoffputze, Klebstoffe für Glasfasergewebe o.ä., PU-Schaum. Asur Entlacker kann im Innen- und Außenbereich und großflächig (mehrere 100 m²) angewendet werden. Flächen, die nicht abgebeizt werden sollen, gründlich abdecken. Glas wird nicht angegriffen.

Eigenschaftsentwicklung:
Asur Entlacker ist ein CKW-freier Entlacker auf Basis von langsam verdunstenden Lösemitteln, die das Bindemittelsystem der zu entfernenden Farben lösen, so dass sich diese leicht abschieben oder abwaschen lassen. Zur Entwicklung der vollen Löseeigenschaften ist vor allem auf einen ausreichenden satten Materialauftrag zu achten. Wurde zu wenig Asur Entlacker aufgetragen, wird die Oberfläche trocken und weißlich. Die gelösten Beschichtungen sind stets zum optimalen Lösepunkt zu entfernen. Asur Entlacker nicht länger als notwendig auf der Oberfläche belassen.

Störende Einflüsse:
Feuchte Untergründe, Regen, Zugluft, niedrige Temperaturen (Kälte), sehr stark saugende Untergründe (Achtung: hier gründlich vortesten!), keine ausreichende Belüftungsmöglichkeit während der Verarbeitung, kein ausreichender Materialauftrag. Fördernde Einflüsse: Warme Temperaturen, Abdecken der eingebeizten Fläche mit dünner PE-Folie (kein Muss!), im Innenbereich wird
dadurch die Geruchsentwicklung deutlich minimiert. Ausreichend lange Einwirkzeit (Testflächen). Einwirkzeit: Wenige Minuten bis Stunden oder Tage, unter Folie.

Verarbeitung
Vorbereitende Maßnahmen:
Die Objektbedingungen bzw. Umgebungsbedingungen sind zu prüfen (siehe Eigenschaftsentwicklung). Sofern die gelösten Beschichtungen mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger entfernt werden sollen, müssen Auffangvorrichtungen im Rahmen der Gerüsterstellung eingeplant werden (siehe Entfernungsverfahren). Das Objekt ist bei den zuständigen Behörden anzumelden.
Asur Entlacker ist gebrauchsfertig und darf nicht verändert werden. Gebinde öffnen. Bei abgesetzter Flüssigkeit (dies ist kein Mangel) Produkt umrühren. Asur Entlacker gleichmäßig mit Airlessgerät, Pinsel, Quast, Bürste, Rolle, Spachtel, Kelle, Glättkelle (keine Kunststoffborsten) auftragen.

Achtung:
Flächen, die längere Zeit durch Abbeizer oder Abbeizer-Beschichtungsgemisch verunreinigt sind, immer zeitnah mit Wasser reinigen, da sonst die Gefahr von Fleckenbildung besteht. Kunststofffenster, Kabel etc. wie folgt abkleben: Doppelseitiges Klebeband, darauf PE-Baufolie faltenfrei aufbringen, darauf ein weiteres Klebeband (z.B. Tesa Packband in braun) aufkleben. Nach der Benetzung mit Abbeizer braunes Packband sofort wieder entfernen. Nach der Einwirkzeit des Abbeizers und Abwaschen der Restflächen doppelseitiges Klebeband sofort entfernen.

Testflächen:
Bei großen Objekten sollten mehrere Testflächen an unterschiedlichen Stellen, zur Ermittlung des Beschichtungsaufbaus und Lösefortgangs, angelegt werden. Testflächengröße ca. DIN A4 Längsformat. Asur Entlacker mit der Kelle mind. 3 mm am Anfang auftragen und langsam gegen Null auslaufen lassen. Eine Hälfte im Langformat mit Folie abdecken. Datum, Uhrzeit und Temperatur notieren und in verschiedenen Zeitabständen Testfläche begutachten. So erfahren Sie die Einwirkzeit, den etwaigen Verbrauch, Offenzeit des Entlackers. Sollte das Produkt nicht das gewünschte Ergebnis bringen, so sind weitere Testflächen gem. der Anwendungstabelle erforderlich. Nutzen Sie dafür die m.a.c.s. Systemtasche Abbeizer+Entlacker oder die m.a.c.s. Abbeizer+Entlacker Testbox.

Verarbeitung im Airlessverfahren:
Bei Verarbeitung von Asur Entlacker im Airlessverfahren empfiehlt es sich, das Gerüst mit Planen abzuhängen und die Sicherheitshinweise besonders zu beachten.

Achtung:
Asur kann mit Wasser unter Druck im Airlessgerät zu Verstopfungen in den Schläuchen oder der Spritzpistole führen. Deshalb evtl. im Gerät vorhandenes Spülwasser mittels Druckluft entfernen oder alternativ Asur durch das Airlessgerät fördern, bis alte Spülwasserreste beseitigt sind (Pistole dazu entfernen und anschließend wieder aufsetzen). Filter und Siebe im Gerät komplett entfernen.
Standarddüsen: mm/inch 0,530/0,021 bis 1,070/0,043. Arbeitsdruck je nach eingesetzter Düse 40–80 bar. Luftdruckbetriebenes Airlessgerät Arbeitsdruck ca. 2 bar. Das Auftragen des Entlackers erfolgt immer von unten (Sockel) nach oben. Reinigung der benutzten Geräte mit Powerfluid Reinigerkonzentrat (gemischt mit Wasser 1:10), danach mit klarem Wasser nachspülen. Entfernen gelöster Beschichtungen.

Allgemein:
Die Entfernung der gelösten Beschichtungen sollte immer direkt zum optimalen Lösezeitpunkt erfolgen. Je länger die bereits gelösten Beschichtungen auf dem Untergrund verbleiben, desto mehr verschlechtert sich das Abwaschverhalten, was u.U. zu längeren Reinigungszeiten führen kann. Bei weichen und offenporigen Untergründen dringen die Lösemittel tiefer in den Untergrund ein und die
Verdunstung der Lösemittel aus dem Untergrund können dadurch mehrere Tage dauern.

Maschinelle Entfernung:
1. Heißwasser-Hochdruckreiniger: Die gelösten Farbschichten, Putze etc. mit dem Hochdruckreiniger und heißem Wasser bei 80°C im Bereich von 60 bis 130 bar, von unten nach oben und auf die bereits abgereinigte Fläche hin, abspritzen. Die Sprühlanze wird dabei immer von der eingestrichenen Fläche weggehalten, um einen Reaktionsstopp des Abbeizers durch Wasser zu vermeiden. Das Abwasser ist aufzufangen (siehe Entsorgung).

2. Sprüh-Saugverfahren: Gelöste Beschichtungen können auch im Sprüh-Saugverfahren (z.B. Reinigungskrake 80) entfernt werden. Dadurch entfällt o.g. Schmutzwasserauffangwanne.
Manuelle Entfernung: Gelöste Beschichtungen können auch mit einem Spachtel oder Flächenschieber abgeschoben werden. Die abgeschobenen Flächen werden anschließend mit Wasser (möglichst warm ca. 40°C) unter Zusatz von Powerfluid Entlackungsnachreiniger mit einer Wurzelbürste oder Schwamm nachgewaschen. Auf Holzflächen eignet sich am besten ein dicker, runder abgeklebter Pinsel, dessen Borsten ca. 1 cm lang sind. Warmes Wasser bis 40°C erleichtert das Nachwaschen. Zum Schluss nochmals mit klarem, kaltem Wasser nachspülen.

Hinweis:
Nach einer vollständigen Beschichtungsentfernung sind keine Unverträglichkeiten mit Neubeschichtungen bekannt. Die abgebeizte oder entlackte Fläche muss vor einem Neuanstrich abgelüftet und trocken sein. Zur Ablüftung können auch technische Maßnahmen wie mehrfacher Luftwechsel erforderlich sein. Flächen erst nach vollständiger Ablüftung beschichten. Bei Verarbeitung in Innenräumen ist für eine ausreichende Belüftungssituation zu sorgen. Im Innenbereich ist stets eine Abdeckung mit Folie zu empfehlen. Bei Anwendungen in Lebensmittelbetrieben müssen alle risikobehafteten Bereiche ausgelagert werden und eine Genehmigung des Betreibers vorliegen. Bei PCB-Sanierungsarbeiten im Innenbereich das Produkt möglichst nicht im Airlessverfahren auftragen (Unterdruck, Entlüftung, Aerosolbildung).

Verbrauch:
Der Verbrauch ist abhängig von der Gesamtschichtstärke der zu entfernenden Farben und Lacke sowie von den Untergrundeigenschaften saugend oder nichtsaugend. Bei nichtsaugenden Untergründen entspricht die Schichtstärke der zu entfernenden Farben und Lacke in etwa die Schichtstärke von Asur Entlacker. Bei saugenden Untergründen muss die Schichtstärke von Asur Entlacker um etwa den Faktor 1,3 – 1,5 erhöht werden. Mehrere Testflächen am Originalobjekt sind die optimale Grundlage für eine genaue Kalkulation. Materialverbrauch kann von mind. 250 ml/m² bis 2 l/m² reichen.

Allgemein:
Vor Arbeitsbeginn sollte die Situation immer mit den örtlichen Behörden geklärt werden. Abwasser (Gemisch aus gelöster Farbe und CKW-freiem Abbeizer) kann in den meisten Kommunen nach Trennung der Feststoffe (über Kiesbett, Absetzen o.ä.) direkt in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet werden. Gutachten über die biologische Abbaubarkeit des Entlackers liegen vor und können angefordert werden.

Schmutzwasserauffangrinnen:
Zum Erstellen einer Schmutzwasserauffangwanne kann wie folgt vorgegangen werden: Acryldichtungsmasse an die Wand auftragen, Delta-Plane einlegen, Delta-Plane mit einer Dachlatte an der Wand verschrauben, Deltaplane am Gerüst hochziehen und befestigen. In die Auffangwanne Querhölzer einlegen, Absetzbecken bilden und Schmutzwasserpumpe einhängen. Schmutzwasservorratsbehälter im Bedarfsfall aufstellen.

Wasseraufbereitung:
Fordern die Behörden eine Abwasserbehandlung, können abgestimmte Reaktionstrennmittel angeboten werden, welche die Einhaltung der örtlichen Abwassergrenzwerte gewährleistet. Das entstehende Abwasser ist dann im Objektverlauf zu sammeln (z.B. 1000 L Container). sofchem Reaktionstrennmittel nach Verarbeitungshinweisen einarbeiten. Der abgetrennte Farbschlamm ist nach seiner Zusammensetzung entsprechend zu entsorgen.

Entsorgungsdaten
Abfallschlüsselnummern:
Produktreste: gem. EAKV 200129
GISCODE-M: M-AB20

Gefahrenhinweis
Maßgeblich ist das jeweils aktuelle Sicherheitsdatenblatt, welches unter www.scheidel.com zum Download zur Verfügung steht. Vorsichtsmaßnahmen: Kunststoffflächen abkleben. Bei PCB-Sanierung nicht im Airlessverfahren auftragen.

 

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Mögliche Gefahren
Einstufung des Stoffs oder Gemischs *
Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 [CLP]
Das Gemisch ist als gefährlich eingestuft im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 [CLP].
Acute Tox. 4 / H302 Akute Toxizität (oral) Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
Skin Irrit. 2 / H315 Ätzung/Reizung der Haut Verursacht Hautreizungen.
Eye Irrit. 2 / H319 Schwere Augenschädigung/-reizung Verursacht schwere Augenreizung.
Kennzeichnungselemente *
Das Produkt ist nach EG-Richtlinien oder den jeweiligen nationalen Gesetzen eingestuft und gekennzeichnet.
Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 [CLP]
Gefahrenpiktogramme

Achtung
Gefahrenhinweise
H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
H315 Verursacht Hautreizungen.
H319 Verursacht schwere Augenreizung.
Sicherheitshinweise
P264 Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
P270 Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P301 + P312 BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
P302 + P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.
P305 + P351 + P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P332 + P313 Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P337 + P313 Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P362 + P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
P501 Inhalt/Behälter industrieller Verbrennungsanlage zuführen.
P101 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
enthält: N-n-Butylpyrrolidon
Ergänzende Gefahrenmerkmale (EU)
nicht anwendbar

Menge:

1,00 Liter, 3,00 Liter, 10,00 Liter

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